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SZ: „Freihandel stärkt deutsche Wirtschaft“

Die Süddeutsche Zeitung titelt am 9. Dezember 2013 mit den Worten „Freihandel stärkt deutsche Wirtschaft“. Beschrieben wird ein WTO-Treffen, das weltweit den Abbau von Zöllen vorsieht. Das Abkommen wird von Claus Hulverscheidt auf der Titelseite regelrecht gefeiert und Marc Beise schließt sich auf Seite 4 seiner Meinung an. Das erstaunt.

Kritik

  • Beschönigung: Das Abkommen der WTO scheint für alle gut zu sein. Was ist mit der immer wieder geäußerten Kritik an der WTO?
  • Einseitigkeit: Wie kann eine Freihandelszone zwischen den USA und Deutschland in weiten Teilen der Medien durchaus kritisch betrachtet werden und das WTO-Abkommen dann einfach nur positiv bewertet werden?
  • Verstecken:
    • Kritiker des Abkommen: Die Kritiker des Abkommens werden im letzten Satz des Artikels ganz kurz zitiert mit den Worten „die Vereinbarung nütze vor allem den Exportnationen der nördlichen Länder.“
    • “Der Staat als Marktleiter”: Auf Seite 17 findet sich auf der unteren Seitenhälfte ein weiterer Artikel von Claus Hulverscheidt, in dem EZB-Direktor Asmussen zitiert wird mit einem Plädoyer für mehr Staatskontrolle. Warum wird ein solches Plädoyer nicht in Kontext gesetzt zu der viel prominenter gelobten stärkeren Macht der Wirtschaft durch das WTO-Abkommen?
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