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SZ: “Undank ist der Piraten Lohn”

Jan Bielicki schreibt in der Süddeutschen Zeitung vom 2. Dezember auf Seite 6 über den Parteitag der Partei „Die Piraten“. Der Autor äußert sich sehr einseitig negativ über die Veranstaltung und die Partei insgesamt.

Der Artikel wird um einen zusätzlichen Kommentar des Autors auf Seite 4 ergänzt, der nochmals die ohnehin schon auf Seite 6 deutlich spürbare Meinung des Autor zeigt

Kritik

  • Einseitigkeit

    • Bereits der Titel des Artikels lautet „Undank ist der Piraten Lohn“ und reduziert somit den politischen Effekt der Partei.
    • Während die Kritik angesichts der Vorkommnisse auf dem Parteitag gerechtfertigt sein mag, vermisst man die Wertschätzung für die Partei. So sind zwar die von der Partei bei der Bundestagswahl erreichten 2,2% deutlich geringer als noch Monate zuvor erwartet wurde. Dennoch hat es die Partei bei ihrer ersten Bundestagswahl aus dem Stand auf mehr als 2% gebracht. Zum Vergleich: Die Grünen hatten bei ihrer ersten Bundestagswahl ein Ergebnis von 1,5% – politische Entwicklungen brauchen Zeit.
  • Kommentarstil: Der ganze Artikel ist sehr wertend und wenig berichtend gehalten und passt stilmäßig eher auf die Kommentarseite.

  • Ridikülisierung:

    • Der neue Vorsitzende wird wertend eingeführt mit den Worten „Thorsten Wirth, 45, Programmierer mit abgebrochenem Physikstudium“
    • Bielicki beschreibt das Verhalten des Ex-Vorsitzenden Bernd Schlömer: „Es folgen die Zeichen \o/. Im Kürzel-Code der Netz-Nerds bedeutet das: Jubel.“ Das Zeichen ist ein Teil der Kommunikation, derer sich die Internet-Community generell bedient. „Netz-Nerds“ suggeriert zudem, dass es sich bei den Piraten ausschließlich um „Nerds“ handelt.
    • Zitat: „Die nach Bremen gereisten Mitglieder zelebrierten lieber ihre gewohnten Parteitagsrituale …“
    • Die (sicherlich nicht sehr vorteilhafte) Verwendung eines Fäkalwortes in der Rede von Wirth wird in direktem Zusammenhang mit seiner dann erfolgten Wahl zum Parteivorsitzenden gebracht.
    • Das Foto des neuen Vorsitzenden Thorsen Wirth ist unvorteilhaft gewählt. Insbesondere lohnt ein Vergleich mit der edlen fotografischen Anmutung der Protagonisten der Großen Koalition. Allein ein Vergleich der Fotos in der SZ und der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen zeigt, was Bilder bewirken können (siehe unten).
    • Den Artikel schließt noch ein unpassender Zwischenruf des Berliner Abgeordneten Christopher Lauer ab.
    • Hier der Artikel in der SZ vom 2. Dezember mit einem durchaus unvorteihaften Foto Wirths:SZ_Piraten_Neuer_GF_Lightmedien
    • Dass man den neuen Chef der Piratenpartei textlich wie vor allem auch optisch durchaus auch besser darstellen kann, kann sich die Süddeutsche beispielsweise von der Regionalzeitung Hessische/Niedersächsische Allgemeine zeigen lassen:
      HNA-neuer_Chef_Piratenpartei_Thorsten-Wirth

    Anregung

    • Förderung demokratischer Strömungen: Die Süddeutsche Zeitung könnte als Leitmedium gerade neue Parteien, die den Meinungspluralismus in Deutschland erweitern, nicht nur kritisierend darstellen, sondern auch fördern.

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