Tag Archives: Unterstellung

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FAZ: Sekte oder Volkspartei

Die FAZ vom 21.11.2014 übertitelt einen Artikel auf Seite 1 mit “Sekte oder Volkspartei”. Es sind in Kürze Wahlen in Thüringen und es sieht so aus, als bekäme Thüringen den ersten linken Ministerpräsidenten. Und so denkt man zunächst bei der Überschrift: Die Linke, eine “Sekte”? Warum? “Oder Volkspartei”? Da ist die LInke doch auch weit entfernt?

Dann liest man den Artikel. Und es stellt sich heraus: Es geht um die SPD.

  • Unterstellung: Die “Sekte” als Begriff kommt ins Spiel, weil sich nun der linke Flügel der Partei “sektiererisch” neu formiert hat. Alles klar.
  • Einseitigkeit: Da versucht sich endlich wieder öffentlich in der SPD wieder ein Teil der Partei zu den ursprünglichen sozialdemokratischen Prinzipien zu bekennen. Und das gilt dann als “Sektieren”.
  • Stimmungsmache: Spannend ist auch, dass da kein Fragezeichen in der Überschrift steht. Die Logik heißt: Sucht es euch aus, entweder die SPD ist eine Volkspartei – oder eben eine Sekte.
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SZ-Nie-wieder-Goettingen-über-Kipping-und-die-Linke

SZ: „Nie wieder Göttingen“ und weitere Artikel zu “die Linke” in ZEIT, SPIEGEL und FAZ

In der Süddeutschen Zeitung vom 14. Februar 2014 schreibt Constanze von Bullion zum Anlass des anstehenden Parteitages der Linken über deren Parteichefin Katja Kipping. Obwohl der Beitrag nicht auf der Meinungsseite, sondern im Politikbereich erscheint, erinnert er eher an eine tendenziöse Polemik im Stile des vielfach kritisierten Interviews von Markus Lanz mit Sahra Wagenknecht vom 16. Januar 2014.

Erst einen Tag zuvor (13. Februar 2014) veröffentlichte die Wochenzeitung “ZEIT Online” ein sehr einseitiges Interview mit Sahra Wagenknecht, das dann von “Spiegel Online” aufgegriffen und nochmals verschärft wurde. Einen Tag danach, am 15.2.2014, ist dann FAZ mit dran mit einer Polemik gegen Sahra Wagenknecht, die von den dortigen Lesern in den Kommentaren mehrheitlich kritisiert wird. Am 16. Februar 2014 greift sogar der ansonsten für Objektivität stehende Deutschlandfunk die populistischen Argumente auf. Die durch solche Beiträge wahrlich konzertiert anmutende “Medienbarriere” gegen die Linke stimmt bedenklich. Continue reading

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